Volkswagen: VW-hoed Motorenentwickler im Dieselskandal zu Unrecht gekündigt

Translating…

Volkswagen muss in einem Kündigungsprozess zumDieselskandaleine Niederlage einstecken: Das Arbeitsgericht Braunschweig hat einem früheren Leiter der Dieselmotorenentwicklung recht gegeben, der gegen seinen Rauswurf geklagt hatte.

Nach Auffassung der Richter ist das Arbeitsverhältnis zu Unrecht aufgelöst worden und besteht damit fort. Den Streitwert bezifferte die Kammer auf rund 215.000 Euro – größtenteils Vergütung, die VW nun nachzahlen soll.

Zur Begründung sagte der Richter, dassVolkswagenseinen Betriebsrat fehlerhaft über die Kündigung informiert habe. VW habe den Eindruck vermittelt, dass es mehrere Zeugen dafür gebe, dass der frühere Leiter 2011 den Einbau der Manipulationssoftware in eine neue Motorgeneration angeordnet habe.

Gericht lehnte von VW benannte Zeugen ab

Doch vor Gericht gab es nun nur einen Zeugen, der sich auf sein Aussageverweigerungsrecht berief. Zwei von VW benannte Zeugen lehnte das Gericht ab, weil sie nicht an der fraglichen Sitzung 2011 teilgenommen hatte.

“Das Gericht hat unsere Rechtsauffassung heute leider nicht bestätigt”, sagte ein VW-Sprecher. Das Unternehmen bleibe weiter davon überzeugt, dass der Kläger erhebliche Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit den für den US-Markt bestimmten Dieselmodellen begangen habe. Eine Berufung werde geprüft, sie gilt als wahrscheinlich.

VW hatte im September 2015 auf Druck von US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stilbei Abgastests betrogen zu haben. Durch sogenannte Abschalteinrichtungen wurden Stickoxid-Messwerte auf dem Prüfstand manipuliert.

Aktenzeichen: 8 CA 334/18

Icon: Der Spiegel

Lees Verder

Plaats een reactie