Skoda Octavia (2020): Combi, Innenraum, Motoren, Abmessungen, Kofferraum Alle Infos zum neuen Octavia

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Alles Wissenswerte zum neuen Octavia

Der neue Skoda Octavia kommt mit einer breiten Palette an Antriebssystemen und einem neuen Infotainment. AUTO BILD hat alle Infos zum ersten Kombi auf “MQB Evo”-Basis!

Mit dervierten GenerationdesOctaviapräsentiert Skoda bereits einenKombiauf der“MQB Evo”-Plattform – noch bevorderVW GolfVariant mit dieser Architektur auf den Markt kommt. Weiterhin wird es den Octavia auch alsLimousinegeben. Schon beimInfotainmentkonnte Skoda noch vor der Stammmarke VW zeigen, wo es in Zukunft hingeht: Skoda Kamiq und Scala nutzten als erste Baureihen im Volkswagen-Konzern die dritte Generation des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB 3).

Design: Octavia wird schärfer

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Am Heck verliert der Octavia sein Logo. Die Rückleuchten erhalten kristalline Elemente.

Optisch ist der neueOctavia richtig erwachsen geworden. Auch er bekommt zur vierten Generation dasneue Markengesichtmitbreitem Kühlergrill. DasVieraugen-Gesichtverschwindet und wird durchzwei jeweils zusammenhängende Doppelscheinwerferersetzt, die – zusammen mit demangeschrägten Tagfahrlicht– die Lichtsignatur desVorgängerszitieren. LED ist immer Serie. Ansonsten pachtet der Octavia die Schürze des Superb und reiht sich damit endgültig in das aktuelle Markendesign ein. AmHeckverschwinden die bisherigen einteiligen Leuchten und werden durchzweigeteilte LED-Lampenersetzt. Das Markenlogo verschwindet und wird durch einenSchriftzug auf der Heckklappeersetzt. Gleiches gilt für die Limousine. Ihr Heck läuft flach nach hinten aus und macht den Octavia elegant.

Abmessungen: Mehr Platz im Octavia

Der neue Octavia ist alsKombi 4,69 m langund damit22 Millimeter längerals sein Vorgänger, die Limousine ist drei Millimeter kürzer. In derBreitehat er15 Millimeter zugelegt(1,83 m). Mit2,69 Metern Radstandstehen die Räder beim Tschechen fünf Zentimeter weiter auseinander als beim Golf 8. Auch beim Kofferraum legt der neue Octavia Combi gegenüber dem Vorgänger zu.640 Literschluckt der vierte Octavia, das sind 30 Liter mehr als beim Vorgänger. Legt man die Bank um, sind es1700 Liter, hier verliert der Kombi 40 Liter zur dritten Generation. DieLimousine fasst mindestens 600 Liter.

Innenraum: Das Lenkrad verliert eine Speiche

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Im Fond ist ausreichend Platz. Zu keinem Zeitpunkt herrscht hier Platzangst.

Vor allem imFonddes Octavia haben Menschen mit1,80 Meter Körpergröße massig Platz. Die Beine fühlen sich zu keinem Zeitpunkt beengt.78 Millimeter Kniefreiheit sollen es hier sein. Die neuen optionalen “Schlafkopfstützen” mit klappbaren Wangen laden zum Relaxen ein und sind Teil des “Simply Clever“-Konzepts. ImCockpitverändert Skoda den Octavia von Grund auf. DasLenkrad muss künftig mit zwei statt drei Speichenauskommen, gegen Aufpreis gibt es aber auch einDreispeichen-Lenkrad. Dahinter befindet sich auf Wunsch ein optionalesVirtual Cockpitin zehn Zoll und mit neuen Funktionen. Es wird mit Bedienelementen am Lenkrad gesteuert.

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Das Cockpit wirkt aufgeräumt und intuitiv. Touch gibt es nur an ausgewählten Stellen.

Auch dasInfotainmentlässt sich über einen bis zuzehn Zoll großen Touchscreenbedienen und verbindet sich dank MIB 3 via Apple Carplay und Android Auto drahtlos mit dem Smartphone. Wie im Golf ist eineintelligente Sprachsteuerungmit an Bord. Sie wird mit dem Befehl“Hey Laura”aktiviert, ihr Funktionsumfang soll dem des Golf 8 ähneln. Erstmals in einem Skoda zu finden ist dasHead-up-Display. DieSitzesind äußerst bequem und tragen das Siegel “Aktion Gesunder Rücken“. Hier wurde besonderer Wert auf Ergonomie gelegt. Das merkt man sofort, lange Strecken dürften kein Problem sein. DieInnenraumqualitäthat noch malzugelegtund strebt immer mehr in RichtungPremiumanbieter. EinenDSG-Wählhebelsucht man dagegen vergebens, auch der Octavia erhält nur noch eine minimalistischeSchaltwippein der Mittelkonsole.

Connectivity: Drahtloses Carplay dank MIB 3

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Das neue Infotainment lässt sich auch per Sprache steuern.

DankMIB 3 (Modularer Infotainment Baukasten)ist der Octavia voll vernetzt.Drei Infotainmentsystemestehen im neuen Octavia zur Auswahl. DieBasiskommt mit dem“Swing”-System. Es wird über einen8,25 Zoll großen Monitorbedient und verfügt bereits überdrahtloses Apple Carplay und Android Auto. Eine Stufe höher ist das“Bolero”-SystemmitZehnzoll-Bildschirmangesiedelt. Mit ihm kommt auch dieSprachsteuerung “Laura”in den Skoda. Laura soll auf natürliche Spracheingaben reagieren und so die Bedienung des Octavia erleichtern. Wer ein fest verbautesNavigationssystemim Octavia haben will, der wählt die“Amundsen”-Option. DieTopversionder Konnektivität ist das“Columbus”-Infotainment. Hier lässt sich die Kartenansicht des Navis im Virtual Cockpit und im Infotainment in unterschiedlich großen Auflösungen anzeigen. Unterhalb desZehnzoll-Monitorsbefindet sich einTouchregler, über den die Lautstärke des Systems variiert werden kann.

DasVirtual Cockpitmisst im Octavia10,25 Zollund ist optional zu haben. Es soll nutzerfreundlicher gestaltet sein und besteht aus vier Grundlayouts, die konfiguriert werden können. Der spätere Octavia RS soll zudem eine eigene, spezifische RS-Anzeige erhalten. Bis zufünf USB-C-Anschlüssegibt es im Octavia, die beiden in der Mittelkonsole sind serienmäßig, die im Fond kosten Aufpreis. Die fünfte Buchse findet sich am Innenspiegel und ist speziell für das Aufladen von Dashcams gedacht.

Ausstattung: Octavia mit Schlafkopfstützen

Neben den üblichen Assistenten erhält der Octavia auch einen neuenAusweichassistenten, der bei einer drohenden Kollision dasLenkmomentdes Fahrersverstärkenkann. So soll es leichter sein, Hindernissen auszuweichen. Ansonsten stehendrei Fahrwerke zur Auswahl: das Serienfahrwerk, ein Sportfahrwerk (15 Millimeter tiefer) und ein Schlechtwege-Fahrwerk (15 Millimeter höher). Dazu können adaptive Dämpfer bestellt werden. Wie bei Skoda üblich, gibt es vielekleine Alltagshelferim und am Octavia: Neben demobligatorischen Eiskratzerin der Tankklappe erhält der Octavia einenvergrößertenAdblue-Stutzen, um auch an Lkw-Zapfsäulen nachfüllen zu können. Auch neu: ein Kehrbesen in der Türverkleidung sowie das Schlafpaket mit klappbaren, großen Kopfstützen und einer Decke.

Motoren und Preis: Fast alle gängigen Motorentypen

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Der Gangwahlhebel macht einer Schaltwippe Platz. Auch eine induktive Ladeschale gibt es.

Unter der Haube verbaut Skodafast alles, was aktuell möglich ist. Abgesehen von einer vollelektrischen Version oder einem Wasserstoffantrieb ist jede gängige Antriebsart erhältlich.Drei Benzinerstehen zur Auswahl. DerBasismotorist ein1,0-Liter-TSI mit 110 PS und 200 NmDrehmoment, darüber rangiert der1.5 TSI mit 150 PS und 250 Nm. Top-Benziner ist der Zweiliter-TSI mit serienmäßigem Allrad und DSG. Er leistet190 PS und 320 Nm. Wahlweise sind alle Benziner auch alsMildhybrid mit 48-Volt-Netzerhältlich – dann ist das DSG immer serienmäßig.

Auch dreiDieselantriebemit115, 150 und 200 PSstehen zur Auswahl. Sie nutzen alle einenZweiliter-TDI. Beim Top-Diesel ist DSG Serie, ansonsten gibt es eineSechsgang-Handschaltung. Wie beim Golf wird es auchzwei Plug-in-Hybridversionen mit204 bzw. 245 PSgeben. Sie nennen sichOctavia iV. DieErdgasversionkommt mit130 PSaus einem1,5 Liter großen TSI G-Tec. Bestellbar soll der Octavia noch imJanuar 2020sein, ausgeliefert wird ab Ende März. Preislich wird sich der Kombi im Bereich um20.000 Euroeinordnen, auch eine RS-Version soll es später geben.

Fazit von Andreas Huber:Der neue Octavia könnte zumindest hierzulande ein ernsthafter Konkurrent des Golf 8 werden. Er hat alle wichtigen Features des Plattformspenders, ohne zu viel Schnickschnack. Außerdem dürfte das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Der Platzhirsch muss also langsam aufpassen.

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