Renault zal Luca de Meo als neuen Chef ernennen

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Der Verwaltungsrat von Renault will laut mehrerer Medienberichte den früheren Seat-Vorstandschef Luca de Meo als neuen Generaldirektor ernennen. Die Sitzung des Renault-Topgremiums sei bereits an diesem Dienstag geplant, berichtete die französische Tageszeitung “Le Figaro”. Renault reagierte zunächst nicht auf den Bericht.

Über den Wechsel des 52 Jahre alten Italieners zu Renault war in den vergangenen Wochen bereits häufiger spekuliert worden. De Meo war zu Monatsbeginn bei der Volkswagen-Tochter Seat zurückgetreten. Renault hatte Mitte Oktober vergangenen Jahres den bisherigen Generaldirektor Thierry Bolloré gefeuert, Interimschefin ist die Renault-Managerin Clotilde Delbos.

Führungskrise nach Verhaftung von Ex-Chef Gohsn

“Le Figaro” berichtete von harten Verhandlungen zwischen Volkswagen und Renault. Wegen vertraglicher Regelungen mit seinem früheren Arbeitgeber sei es möglich, dass De Meo erst im Sommer in Frankreich antreten könnte.

Nach derVerhaftung des Automanagers Carlos Ghosn in Japanim November 2018 war Renault in eine Führungskrise geraten. Der Hersteller will nun vor allem das Bündnis mit den japanischen Herstellern Nissan und Mitsubishi neu beleben – die Allianz hatte erheblich unter den Turbulenzen gelitten.

Ghosn wird ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen und wurde auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Der einstige Topmanager war dannunter bisher nicht geklärten Umständenkurz vor dem Jahreswechsel aus Japan geflohen und hält sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf.

Icon: Der Spiegel

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