Opel zal Kurzarbeit bis Ende 2021 verlängern

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Die Kurzarbeit wird beim Autobauer Opel bis voraussichtlich Ende 2021 verlängert – sofern die Arbeitsagentur zustimmt. Darauf haben sich Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat in Folge der Coronakrise geeinigt, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Darüber hinaus wolle die Tochterfirma des französischen PSA-Konzerns (Peugeot) ihr Programm zur Altersteilzeit auch für alle Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen, heißt es in einem Eckpunktepapier.

Der Autohersteller kämpft seit Jahren mit internen Problemen, in diesem Jahr kam die allgemeine Auto-Absatzkrise infolge der Corona-Pandemie hinzu. Auf dem wichtigsten Markt Europa ließen die Behörden in diesem Jahr gut 50 Prozent weniger Opel-Modelle zu als 2019. Der Gesamtmarkt schrumpfte lediglich um gut 30 Prozent.

Für einige Unternehmensteile – sogenannte Fokusbereiche – prüft Opel den Angaben zufolge nun Transfergesellschaften. Diese beschäftigen Mitarbeiter, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, für eine begrenzte Zeit und suchen neue Jobs für sie.

Wenige Mitarbeiter wollen Opel freiwillig verlassen

Konkret wurde der Standort Rüsselsheim genannt und dabei die Bereiche Teilelager und Design. Dort sei für die Arbeitnehmerjahrgänge 1961 bis 1964 auch ein “spezielles Programm” geplant. Details nannte Opel nicht. “Zu den einzelnen Punkten müssen in den nächsten Tagen Vereinbarungen abgeschlossen werden”, teilte das Unternehmen mit. Über die Einigung hatten zuvor die Zeitungen der VRM-Gruppe berichtet.

Opel hatte zuletzt Entlassungen für den Fall ins Spiel gebracht, dass sich bei einem vereinbarten Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau bis Ende 2021 nicht die angestrebten 2100 Teilnehmer finden. Bisher haben sich demnach nur etwa 500 Beschäftigte für ein Ausscheiden entschieden. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte aber auch betont, er sei zuversichtlich, mit dem Betriebsrat gute Lösungen zu finden.

Icon: Der Spiegel

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