Opel zal Firmenzentrale in Rüsselsheim teilweise verkaufen

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Der Autobauer Opel will offenbar Teile seines Werksgeländes am Stammsitz Rüsselsheim verkaufen. Das Gelände sei auch im Vergleich zu anderen Automobilwerken überproportional groß, sagte ein Unternehmenssprecher. “Noch vor drei Jahren war unser Werksgelände größer als das Fürstentum Monaco.” Es sei aber noch nichts entschieden.

Opel verzeichnet seit Jahren sinkende Verkaufszahlen – und steckt seit der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern im Sommer 2017 in einer umfassenden Restrukturierung. Teile der Rüsselsheimer Liegenschaften sind bereits an den Ingenieursdienstleister Segula und die MöbelketteIkeagegangen. Anfang Juni hatte Opel zudem bekannt gegeben, den Bau von Getrieben und Schmiedeteilen im Rüsselsheimer Werk “im Laufe des Jahres 2021 auslaufen zu lassen”. Damit werden weitere Gebäude direkt am Main frei.

In Rüsselsheim hatte der Aufstieg begonnen

Einem Bericht der “Wirtschaftswoche” zufolge soll auch die Verwaltungszentrale, das Adam-Opel-Haus, zur Disposition stehen. Hier könnte ein Sale-and-lease-back-Modell schnelle Einnahmen bringen, ohne dass die Mitarbeiter umziehen müssten. Bei einer solchen Finanzierungsform wird ein Objekt an eine Leasinggesellschaft verkauft und anschließend zurückgeleast. Ein Unternehmen erhält so schnell liquide Mittel und kann dennoch das Objekt weiter nutzen.

Rüsselsheim war vor mehr als 150 Jahren die Keimzelle des Konzerns:Adam Opelgründete dort nach 1862 gemeinsam mit seinem Bruder eine Firma, die zunächst Nähmaschinen herstellte, später Fahrräder. Ab 1898 begann die Familie Opel in Rüsselsheim mit der Produktion von Automobilen – und stieg binnen Jahrzehnten zu einem der größten Autohersteller in Deutschland auf.

Derzeit sind etwa 30.000 Mitarbeiter bei Opel beschäftigt – Tendenz seit Jahren sinkend. Zuletzt meldete der Autobauer einen Rückgang der Verkäufe um mehr als50 Prozent.

Icon: Der Spiegel

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