Ex-chef von Volkswagen: Ferdinand Piëch ist tot

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Ex-Chef von VolkswagenFerdinand Piëch ist tot

Jahrzehntelang gehörte er zu den wichtigsten Personen beim Autobauer Volkswagen, war Mitinhaber von VW und Porsche: Nun ist Ferdinand Piëch im Alter von 82 Jahren gestorben.

Ferdinand Piëch (Foto von 2014) war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

DPA

Ferdinand Piëch (Foto von 2014) war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

Ferdinand Piëch, der ehemalige Vorstandsvorsitzende vonVolkswagen, ist am vergangenen Sonntag gestorben. Der 82-Jährige sei am Abend in einem Restaurant unvermittelt kollabiert, berichtet die“Bild”-Zeitung. Piëch sei von den Rettungskräften noch in ein Krankenhaus in Rosenheim gebracht worden, dort aber verstorben. Die Ursache des Zusammenbruchs war zunächst unklar.

Auch das“Handelsblatt”berichtete mit Verweis auf das Umfeld der Familie über Piëchs Tod. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht auf Anfrage von AFP zunächst nicht kommentieren.

Piëch war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, danach übernahm er bis 2015 den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender.

1963 fing der Österreicher nach seinem Maschinenbaustudium bei Porsche an, wo er nach wenigen Jahren die Leitung der Entwicklungsabteilung übernahm. Später ging Piëch zu Audi, wo er 1988 Vorstandschef wurde. Fünf Jahre arbeitete er dort, dann zog es ihn zur Muttergesellschaft Volkswagen, wo er den Rest seines Arbeitslebens verbrachte.

Der Patriarch

Piëch galt als Patriarch von Volkswagen, das Unternehmen war sein “Lebenswerk”, wie der SPIEGELanlässlich seines 80. Geburtstagsschrieb. Unter ihm wuchs der Konzern von vier auf 13 Marken und erweiterte seine Modellpalette in der Breite – nicht zuletzt, weil Piëch selbst ein großer Techniknarr war. “Er war der letzte Automanager, der selbst an den Fahrzeugen mitgebaut hat”, sagte sein Biograf Wolfgang Fürweger einmal.

Sein Meisterstück gelang Piëch, als Porsche drohte, Volkswagen aufzukaufen. Der VW-Chef verhinderte den Deal und drehte das Geschäft sogar um: 2012 schluckte Volkswagen den Sporthersteller und machte ihn zu einer Marke des eigenen Hauses. Im März 2015 präsentierte VW sein letztes Rekordergebnis unter Piëch: Mehr als zehn Millionen Fahrzeuge hatte der Konzern im Vorjahr verkauft, mehr als 200 Milliarden Euro Umsatz und 12,7 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet.

Was wusste er vom VW-Abgasskandal?

Doch kurz darauf schied Piëch im Streit von VW. “Ich bin auf Distanz zu Winterkorn”, sagte der gebürtige Wienerdamals im SPIEGELüber den damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Späterverkaufte er seine Anteileam Volkswagen-Großaktionär Porsche und verabschiedete sich auch dort als Aufsichtsrat.

Unklar ist bis heute, wann Piëch von den Vorwürfen im VW-Abgasskandal erfuhr. Fünf Monate nach seinem Abschied von VW wurde der Skandal öffentlich bekannt. Er selbst behauptete, die Mitglieder des Aufsichtsrats frühzeitig über Unstimmigkeiten bezüglich der Software informiert zu haben.

ptz

insgesamt 20 Beiträge

Ferdinand Piech eignete sich mit seiner verkniffenen Art nicht unbedingt zum Sympathieträger. Aber kein anderer Deutscher hat so viel für die deutsche Automobilindustrie bewirkt wie dieser Mann. U.a. hat er Audi zur […]

Ferdinand Piech eignete sich mit seiner verkniffenen Art nicht unbedingt zum Sympathieträger. Aber kein anderer Deutscher hat so viel für die deutsche Automobilindustrie bewirkt wie dieser Mann. U.a. hat er Audi zur Oberklasse-Marke aufgebaut und damit BMW und Mercedes gewzungen, deren Produkte ebenfalls zu verbessern. Ich hatte einmal in Piechs Biographie hineingelesen (weil sie in einem Hotel herumstand). Der Mann war offenbar ein Autofanatiker im besten Sinne, getrieben nicht von Erwerbsstreben, sondern von der Faszination am Auto. Ja .. das Auto ist der Umweltfeind Nummer 1. Aber diie “richtigen” Autos sind auch Kunstwerke im öffentlichen Raum. Etliche dieser Kunstwerke gäbe es ohne FP nicht.

und bewiesen wie man in seinem Leben Karriere machen kann wenn man es denn wirklich will. Talent und eiserner Wille gehören dazu! Eigentlich schon bewundernswert!

und bewiesen wie man in seinem Leben Karriere machen kann wenn man es denn wirklich will. Talent und eiserner Wille gehören dazu! Eigentlich schon bewundernswert!

olohheute, 21:59 Uhr

Als er 2014 verkündete: “Ich bin auf Distanz zu Herrn Winterkorn.” da staunten viele und noch mehr fühlten sich brüskiert. “Wie kann der nur…” Ein Jahr später flog der Diesel-Betrugsskandal in den USA […]

Als er 2014 verkündete: “Ich bin auf Distanz zu Herrn Winterkorn.” da staunten viele und noch mehr fühlten sich brüskiert. “Wie kann der nur…” Ein Jahr später flog der Diesel-Betrugsskandal in den USA auf. Aufgedeckt durch die CARB und die EPA vor der Kastration Letzterer durch Trumpel. Piëch bekam nachträglich recht. Einer seiner beflissenen Absäger zuvor war u.a. auch Stefan Weil.

Aber hoffen wir mal das nicht etwa der Herr Piech irgendwas aussagen wollte zu Abgasmanipulationen, Beteiligten und so … Ist bekannt was er gegessen hat? Sushi? Waren irgendwelche russischen Ex-Spione in der Nähe? Man kann sich […]

Aber hoffen wir mal das nicht etwa der Herr Piech irgendwas aussagen wollte zu Abgasmanipulationen, Beteiligten und so … Ist bekannt was er gegessen hat? Sushi? Waren irgendwelche russischen Ex-Spione in der Nähe? Man kann sich vorstellen das ganz bestimmt eine Menge Leute bei VW bezüglich Aussagen jetzt ruhiger schlafen wenn eine zentrale Figurt im ganzen Diesel-Betrug weg ist.

Wissen wir, wer heute noch so gestorben ist? Als Kind im Jemen oder als alter Mensch in Deutschland, für den das Pflegepersonal keine zeit hatte? Wir wissen es nicht. Deswegen interessiert mich der Tod der Herrn Piech (ich hatte […]

Wissen wir, wer heute noch so gestorben ist? Als Kind im Jemen oder als alter Mensch in Deutschland, für den das Pflegepersonal keine zeit hatte? Wir wissen es nicht. Deswegen interessiert mich der Tod der Herrn Piech (ich hatte das zweifelhafte “Vergnügen”, ihn 1993 persönlich kennenzulernen) auch nicht. Sie bringen es an diesem Abend (26.08., 22.00 Uhr) als Top Meldung. Dies findet nicht meine Zustimmung, weil es wirklich wichtigeres gibt.

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