Automobilindustrie: BMW-Chef heeft SUV-Debatte für Panikmach

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Oliver Zipse verteidigt die von vielen kritisierten großen Autos. Sie seien nicht die schlimmsten Klimasünder. Autofreie Innenstädte findet er dagegen erstrebenswert.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa482 Kommentare

Oliver Zipse, Chef von BMW, kann sich für autofreie Innenstädte erwärmen. © Sean Gallup/​Getty Images

BMW-Chef Oliver Zipsebefürwortet weniger Verkehr in den Zentren großer Städte. “Ich finde die Idee einer autofreien Innenstadt erstrebenswert”, sagte der 55-Jährige derSüddeutschen Zeitung. Das sei eine Frage der intelligenten Stadtplanung. “Wieso muss jemand, der nur einkaufen geht, mit dem eigenen Auto reinfahren? Das ist kein Gewinn.” Er selbst fahre in München nach Möglichkeit privat mit der U-Bahn.

Zipse sagte, er lese regelmäßig den Bericht des Weltklimarats. Ein Teil der Antwort vonBMWauf die Klimakrise sei, dass in Europa 2030 die Hälfte aller Autos des Unternehmens elektrifiziert sein würden. Zipse wies in diesem Zusammenhang auch auf die Notwendigkeit politischer Vorgaben hin. “Elektroautos haben dann eine Chance auf höhere Stückzahlen und damit Gewinn, wenn nun die schärferen Grenzwerte in Kraft treten”, sagte er. In den nächsten beiden Jahren werde BMW vier weitere vollelektrische Modelle auf die Straße bringen.

Die von vielen kritisierten großen Autos nimmt Zipse dagegen in Schutz. “Die hämische SUV-Debatte ist Panikmache, die nichts mit der Realität zu tun hat”, sagte der BMW-Manager. “Der 15 Jahre alte Kombi ist da doch der viel größere Klimasünder.” Der stoße  zusätzlich auch noch große Mengen Feinstaub und Stickoxide aus, werde aber nicht kritisiert. Stattdessen stünden nun die Fahrer von Wagen mit neuester Technologie bei bestimmten Gesellschaftsgruppen im Feuer.

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